»Jüdische Musik?«
Mit Fragezeichen
Michael Heisch
11.09.2005
Die komplette, schonungslose, einzigartige Geschichte des Heavy Metal
11.09.2005
Aus all den fröhlichen Festivals ragte für mich eines heraus wie ein Diamant im Schlamm: das »TWO DAYS A WEEK«-Festival, das vom 31.08.-03.09. in Wiesen statt-, bzw. dorffand. »Ab Mittwoch – insgesamt vier Tage lang (TWO DAYS A WEEK + ALPHA) – bietet Wiesen letzte Gelegenheit Festivalkultur auf höchstem Niveau hautnah & live zu erleben.« So steht es auf der Seite des Veranstalters. Festivalkultur? Klingt vielleicht nach Salzburger Festspiele, schmeckt aber eher nach »ZipferZone«. Nun ja, das hier soll ein Konzertbericht werden , kein Cultural Studies-Aufsatz. Lassen wir den Satz also einfach so im Raum stehen und wenden wir uns dem einen Tag zu, der es mir diesmal wert war ins burgenländisch Gebirnbäumte zu fahren: Dem 31. August.
05.09.2005
Er schrieb eine Reihe von Instrumentalwerken, Kammer- und Klaviermusik, Werke für kleine Orchesterbesetzungen sowie zwei sozialkritische Chorwerke nach Texten von Johannes R. Becher und Karl Marx. Zeitzeugen der damaligen Isarmetropole hefteten dem Tonsetzer das Etikett eines bayrischen Anarchisten oder militanten Sozialisten an.
02.09.2005
Am frühen Morgen des 12. August 2005 erwache ich auf 2.400 Metern Seehöhe mitten im Herzen der Hohen Tauern. Vor meinen Augen türmt sich eine spirituell anmutende, imposante Berglandschaft auf. Schroffe, schneebedeckte Felsformationen, die auf satten, grünen Steilhängen thronen. Darunter einer der größten Hochgebirgsseen Europas. So schön und wild diese Ruhe und Abgeschiedenheit auch ist, ich muss wieder ins Tal hinab, um am Abend Zeuge einer anderen spirituellen Kraft zu werden: David Eugene Edwards und sein Projekt »Woven Hand« gastieren im Rockhouse Salzburg.
02.09.2005
Workingman\’s Death ist der neue, beeindruckende Dokumentarfilm des österreichischen Regisseurs Michael Glawogger: Er zeigt Arbeiter in der Ukraine, Indonesien, Nigeria, Pakistan und China.
27.08.2005
Luc Ferrari possessed a sparkling sense of humor and quality of focus or presentness that, for anyone lucky enough to have enjoyed his company, will be impossible to forget. In this lifetime, you might meet a handful of individuals whose work really speaks to you. Really sparks you…
26.08.2005
Als Will Oldham die Bühne betrat, schien die an sich vorhandene Hitze im Saal förmlich zu explodieren. Aber von nun an hieß sie »Wärme«.
23.08.2005
Der deutsche Regisseur Christian Alvart erzählt im Gespräch mit skug über seinen neuen Film Antikörper und das Filmemachen an sich.
22.08.2005
Der schönst gelegene Festivalort der Welt liegt vor Marseille: Die Insel Iles Du Frioul – vor Jahrhunderten war das verfallene (was den besonderen Charme ausmacht) Hopital Caroline Quarantäne-Station. Zum Jubiläum geizte die einmal mehr von Ferdinand Richard kuratierte Fete unorthodoxer Klänge zwischen 28. und 31. Juli 2005 vielleicht mit sensationell-schrägen Konzerten, beeindruckte aber mit einer breiten Vielfalt.
12.08.2005
»Det Man Hører Er Man Selv« – Wenn es stimmt, dass »man ist, was man hört«, wird man beim Überblicksstudium der »unumgänglichen«, weil als massenanziehungswürdig befundenen dänischen Bands zu einer durch perfekte Produktion faltenlos gewordenen Oberfläche. Der Sampler wirkt nach dem Prinzip der Vermarktbarkeit zusammengewürfelt, ohne sonderlichen Zusammenhalt. Genau daran scheitert das Erlernen neuer Namen…
12.08.2005
Das in Dänemarks Haupststadt ansässige Ponyrec kann sich nicht so recht zwischen den Stilen entscheiden, legt aber Wert auf Qualität, die sich bemüht, aus der Vielfalt herauszuragen, was allerdings nicht immer absolut gelingt. Bei Gravy ist Nikolaj Grummesgaard schreibfederführend. Um sich hat er eine Indie-Sternchenbesetzung gescharrt, die von Sterling, PowerSolo oder Traening bekannt sein könnte,…
12.08.2005
Auch heuer bietet das Temp Festival ein großartiges Programm: Am 12. und 13. August ist zu viel Elektronikmusik wieder Abtanzen, Abhängen und last but nut least Baden angesagt.
02.08.2005
Demnächst läuft in den heimischen Kinos Broken Wings an, der beeindruckende, erste abendfüllende Spielfilm des israelischen Regisseurs Nir Bergman.
02.08.2005
Die Kunsthalle Krems feiert heuer ihr zehnjähriges Bestehen mit mehreren Ausstellungen: »Renoir und das Frauenbild des Impressionismus« ist noch bis Ende Juli zu sehen, ab 14. August läuft die Ausstellung »Harem. Die private Welt des Orient.«
30.07.2005
Wer beim Glatt und Verkehrt-Musikfestival in Krems dabei war, konnte bereits hervorragende Konzerte sehen: Die Kasachin Raushan Orazbaeva etwa oder die kolumbianische Sängerin Lucia Pulido. Musikalische Leckerbissen, die noch warten: Konono (Kongo), M.A. Numminen und das neorustikale Tangoorchester und Mory Kante (Guinea).
30.07.2005
Das Worldmusic-Festival in Krems hat auch heuer wieder ein attraktives Musikprogramm zu bieten: Von Mory Kante bis Otto Lechner und Frank London. Das Rahmenprogramm mit ethnologischen Filmen sollte aber nicht übersehen werden.
15.07.2005
Trotz unangenehmen Wetters fand sich im Örtchen Ottensheim bei Linz eine kleine Gemeinde an Festival-Freunden zusammen, um dem mittlerweile zehnten Ottensheim Openair beizuwohnen. Entschädigt wurde das bisschen Regen durch das tolle LineUp und die fantastisch entspannte Atmosphäre.
12.07.2005
Alan Bern ist ein Mann mittleren Alters. Mit Vollbart, grau- gelocktem Haar und blitzenden Augen sitzt er mir in einer Hotellobby im zweiten Wiener Gemeindebezirk gegenüber.
05.07.2005
Vorwiegend westafrikanische Rhythmen verbunden mit einer Vielfalt an Klängen und Grooves von Ambient über Jazz und Soul zu Drum’n’Bass. Eine der wirklich mutigen Bands Wiens, weil erstens mit Überzeugung und Können fernab von Kommerz angesiedelt und zweitens, weil sie mit der selben Hingabe auf eigenwillige Art und Weise unterschiedliche Rhythmen zusammenfließen lässt.
29.06.2005
»… zum Inhalt: Das Stück zeigt die Szene der Schuldner und Schuldnerberater. Die Figuren fragen sich, was Menschen, die in Finanznot geraten, erleben, wie sich ihre Not auf ihre Familien und ihr soziales Umfeld auswirkt.«
21.06.2005
Der Vergleich zum »Müllhaufen der Geschichte« ist kein schlechter. Von Spar sind retrodiskursive Poprocker, die Disco in Punk, Kopf in Bein und Schmelztiegel in Arschtritt überführen, ohne auch nur eine dieser Ingredienzien in ihrer ursprünglichen, »gesunden« Verfassung zu lassen. Krank ist die Welt ja sowieso. Und Geschichte wird nun mal gemacht.
20.06.2005
Trent Reznor als kleiner großer Showmaster, Druckkochtopf, Rebell des schlechten Geschmacks und ausgeruhter Seelensucher dirigierte seine Nine Inch Nails vor einer ausverkauften Arena in kontrollierten Wahnsinn. Sollte man mal erlebt haben.
20.06.2005
Der Titel lockt. Die Autorin auch. Schließlich geht es hier um die Inszenierung von Jelineks »Der Tod und das Mädchen I-V«. 2002 in Hamburg uraufgeführt und 2003 als Buch erschienen, wird das Stück zurzeit erstmals in Wien gespielt: im Volkstheater.
13.06.2005
Vertauschte Fälle, wirrer Satzbau, elektronische Hymnen und viel Gefühl prägen David Lipps Debüt über den einen, immerwährenden Topos der Popmusik: Liebe. Ein paar Ideen zum Thema, warum es doch gelingen kann, ein ganzes Album dazu aufzunehmen, ohne im Kitsch-Sumpf umzufallen, und warum Sylvester Stallone tolle Filme macht.
06.06.2005
Nach zwei EPs hat Sofa Surfer Markus Kienzl nun auch Soloarbeit in Albumlänge geleistet. Obwohl seine Musik mehrheitsfähiger denn je ist, wird er trotzdem nicht als Vorgruppe von The Prodigy auftreten.
06.06.2005
Von der Musikmesse in Frankfurt ist diesmal nicht wirklich Revolutionäres zu vermelden.
06.06.2005