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White Cannibal – James Chance & The Contortions

Bei »White Cannibal« handelt es sich nicht um neues altes Material der genuinen New Yorker Kreuzung aus James Brown, Iggy Pop und Albert Ayler, sondern lediglich um ein neuerliches ReRelease des 81er-Albums »Live In New York«, der ersten Chance-Veröffentlichung nach den beiden No-Wave Meilensteinen »Buy Contortions« und »Off White« (die mit Glück als Infinite-Zero-Wiederveröffentlichung zu…

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Gerhard Stöger
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01.05.2001

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Forevernevermore – Moodyman

Kenny Dixon Jr., aka Moodyman hat eine Mission. Und die geht weit über Deep House hinaus. Denn wo House im allgemeinen die Arme weit aufreißt und alle(s) umarmen will, zieht Moodyman zwar nicht die Knarre, behält sich aber mit einer aus dem HipHop entlehnten Militanz eine Art Türsteherkontrolle vor. Was bei oberflächlicher Betrachtung schnell zu…

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Didi Neidhart
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01.05.2001

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The Carvnivorous Lunar Activities Of… – Lupine Howl

Sean Cook (Bass), Mike Mooney (Git.) und Damon Reece (dr) tragen als Ableger von Spiritualized eine wahrlich schwere Bürde. Wer mit den Limitationen innerhalb einer Band unzufrieden ist – und Spiritualized waren ästhetisch ziemlich eng definiert – will als allererstes der Welt zeigen, dass er/sie auch andere musikalische Sprechweisen kennt. Dass Lupine Howl dabei mehr…

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Bruno Jaschke
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01.05.2001

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Jupiter – Cave In

Der Porsche im Hardcoreladen. Für begnadetere Böllerburschen als der übliche Scream&Grind-Output global parolierender Kapuzenpullis ist Hydra Head zuständig, progressiv und metalloid weitergeprägter Crustcore von Genregrößen wie Coalesce, Dillinger Escape Plan und Isis. Cave In kraftlackelnden auf dem Gebiet mit kompakterem Schwermutsdoom im Neurosis-Style und retroidem Emo des Mid-80er-DC (Rites of Spring, Senator Flux). Mit Vorgänger…

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Paul Poet
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01.05.2001

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The Remix Album Part 2 – Mojo Club

Altgediente Jazzhadern im neuen Elektro-Gewand zu präsentieren funktioniert an sich ganz gut; das wurde ja schon mehr oder weniger bewiesen. Man fragt sich, wie sich z. B. George Shearing und Fritz Pauer im frischen Kleidchen fühlen, wenn sie sich, vom Nachwuchs bearbeitet, zur Groove-Ecke hinzugesellen. Zunächst wartet man, trotz der stilmäßigen Vielfalt (von Latin bis…

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Denise Riedlinger
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01.05.2001

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Bodily Functions – Herbert

Matthew Herbert agiert momentan als omnipräsenter Tausendsassa. Herbert-Remixe schießen wie Pilze aus dem Boden, jeder scheint am gegenwärtigen Hype mitnaschen zu wollen. Dabei wird oft außer acht gelassen, dass dieser Mann eigentlich an einer Re-Politisierung des Ästhetischen arbeitet. Wenn Herbert auf der Bühne mit dem Zertrümmern eines CD-Case seinen Sampler füttert ist das zwar Show…

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Christian König
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01.05.2001

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Metabolics Volume II – Dawn Of The Dead – Mr. Dead

Die minimalistische Weirdo-Sampledelica-Freigeist-Skool meldet sich »wit the wickedness« aus der »Deadzone« zurück. Klar, wenn auf Erden nur noch Deppen rappen, müssen die Untoten aus der Hölle steigen und Klartext reden. Mr. Dead (im Zivilberuf Make-Up-Spezialist für Horror/Splatterfilme) macht das jetzt mal stellvertretend für alle, die noch ihre Knochen und Gedärme zusammensuchen müssen. Dabei schraubt er…

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Didi Neidhart
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01.05.2001

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2 Hype 2 Wype – Hawd Gankstuh Rappuhs MC`s Wid Ghatz

»Mind If I Fart?« Fängt ja gut an. Und der frische Scheißhaufen auf einer gerade gescratchten Platte am Back-Cover verheißt ja auch eher einen Genuss, der zumindest ältere Semester an das prototypische Ami-Anti-Ödipus/Aktionismus-Missverständnis G.G. Allin denken lässt. Jedenfalls schweinigeln und furzen sich die drei Rapper FlyBot, Duke, Albino und ihr DJ Brownfinger (dessen Scratches wie…

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Didi Neidhart
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01.05.2001

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Electroretard – Melvins

Nach der letztjährigen Konzept-Trilogie (»The Maggot«, »The Bootlicker«, »The Crybaby«) machen die Melvins erneut einen großen Bogen um das herkömmliche Format Longplayer-CD. Neben auf diversen Man?s Ruin-Singles schon veröffentlichten Cover-Versionen von The Wipers (»Youth Of America«), Cows (»Missing«) und Pink Floyd (»Interstellar Overdrive«) gibt es daher eigentlich »nur« Neueinspielungen bekannter Melvins-Hits wie »Gluey Porch Treatments«…

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Didi Neidhart
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01.05.2001

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Unser – Hausmeister

Musik aus Köln kann einen dieser Tage – also auch außerhalb der geschätzten Elektronik-Muster – um den Finger wickeln. Im konkreten Fall haben wir es mit einer bezaubernden, von einem konstanten Gefühl leichter Wehmut getragenen Hinterhofpizzalauben-Version von Post-Rock mit einem mehr oder weniger abstrakten Hang zu Früh-80er-Synthiepop zu tun. Die einzige vorhandene Information (der Zufall…

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Gerhard Stöger
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01.05.2001

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Kham Kham – Chérif Mbaw

Chérif Mbaw lebt in Paris. Dort wurde das Albumdebüt des Sängers und Gitarristen auch eingespielt. Man hört seiner überwiegend mit akustischen Instrumenten gespielten Musik an, dass er aus dem Senegal stammt, obwohl er sich auf alle möglichen Crossovers einlässt. Die meisten Musiker scheitern bei solchen Unterfangen – Prominente wie Youssou N’Dour inklusive. Hier allerdings haben…

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Hans Grausgruber
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01.05.2001

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s/t – Neil Michael Hagerty

Dass eine Platte von Neil Hagerty nicht von Royal Trux ist, hat ein Schreiber des »Spex« scharfsinnig erkannt. Das Fass läuft allerdings über, wenn der Rezensent den Auslassungen in Bezug auf den Sound der Band nachtrauert. Mittlerweile hat es sogar das konservative »The Wire« geschnallt, dass diese Band von stetig wechselnden Elementen lebt, die sie…

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David Krispel
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01.05.2001

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Pequenas Historias del Oriente de Cuba – Matahambre Son

Der Son kommt ursprünglich aus dem Osten Kubas. Dort liegt auch das Dorf Matahambre, das auf gängigen Kubakarten nicht verzeichnet ist. Und aus diesem Dorf kamen voriges Jahr die Musiker von Matahambre Son in die Provinzhauptstadt Santiago de Cuba, um dieses Album einzuspielen. Ihre Musik ist der typische Son des Ostens – jene Musik, die…

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Hans Grausgruber
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01.05.2001

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Felt Mountain – Goldfrapp

Portishead war der billige Dieb. Goldfrapp ist die geklonte Grazie. Seit »Dummy« 1994 nach Barry Adamsons und Badalementis Vorarbeit die Tore für Edelkitsch des 60ies-GB/F-Popchansons aufgetreten hat, ist Lounge Culture fixer Bestandteil von Sub- wie Massenkultur. Für das Duo Alison Goldfrapp (Backgroundlerche von Tricky, Orbital und Add N to X) und Will Gregory bedeutet die…

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Paul Poet
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01.05.2001

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s/t – Stephen Malkmus

So schnell kann das gehen, und die Trauer um die Auflösung von Pavement schlägt beinahe ins Gegenteil um. Da sich Gitarrenspiel, Songwriting und Stimme nicht über Nacht verändert haben ist Malkmus mit seiner neuen Rhythmusgruppe The Jicks nämlich wenig überraschend Pavement unter anderem Namen. Und eigentlich mehr als das, denn die zwölf Stücke schwingen sich…

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Gerhard Stöger
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01.05.2001

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Selections Circa 1990 – 2000 – Giant Sand

Das hier ist die Ehrenrettung für einen verlorenen Freund. Schon mit dem letztjährigen Werk »Chores of Enchantment« meldete er sich eindrucksvoll zurück. Ein sensationell zusammengestellter Sampler zeigt den großen Howe Gelb ein weiteres Mal – ohne erratische Ausflüge in Gefilde, in denen nur er sich auskennt. Hier sind die besten Songs (inkl. Coverversionen von Lee…

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G. Bus Schweiger
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01.05.2001

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The Nightly Disease – Madrugada

Es gibt sie noch: Rockmusik mit schwarzen Lederjacken und einem klaren Weltbild. Ob Motorräder auch eine wichtige Rolle spielen, ist nicht bekannt, klar ist, dass diese Norweger bei ihren skandinavischen Kollegen Leather Nun in die Lehre gegangen sein könnten. Balladen bei denen Lou Reed Pate stand und böser wichtiger Kraftrock. Für wertkonservative Bierbauchträger eine Insel…

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G. Bus Schweiger
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01.05.2001

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Defragmentation/blue – Gal

Die Simulation eines institutionalisierten, fünf Wochen andauernden Sterbens in einem japanischen Krankenhaus. Natürliche biologische Rhythmen erodieren in kontinuierlich fluoreszierendem Licht, in immergleichem Servieren von Essen, in der Wiederholung von täglichen Routine-Check-Ups. Das Ticken der Uhr wird schließlich vom repetitiven Pulsieren der Beatmungsgeräte substituiert. Diese Situation stellten der Wiener Bernhard Gal und der japanische Architekt Yumi…

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01.05.2001

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Chachaito – Orlando Cachaito Lopez

Was alles am Zeitpunkt, an den Umständen, der Chemie zwischen den Akteuren stimmen muss, dass ein Album entstehen kann, das über viele andere hervorragende Werke noch ein gutes Stück hinausragt? – Alles an diesem Album war im Prinzip immer schon bekannt – aber eben nicht so. Nicht von ungefähr erinnert das Booklet an die kühle…

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Hans Grausgruber
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01.05.2001

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60 Minutes Of Funk, Volume IV: The Mixtape – Funkmaster Flex

Der Herr mit dem klingenden Namen zählt ja bereits seit einer kleinen Ewigkeit zu den Superstar der HipHop-Plattendreherzunft. Entsprechend prestigeträchtig ist es auch, in seiner wöchentlichen Radio-Show für den New Yorker Sender Hot 97 zum Freestyle geladen zu werden. Flex‘ Auswahl der Instrumentals garantiert beatstechnisch eine Sesselfurzer-freie Zone, und dass MCs wie Eminem, DMX, Busta…

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Gerhard Stöger
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01.05.2001

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From The Desk Of Mr. Lady – Le Tigre

Das angekündigte zweite Album schrumpfte vorerst zur CD-EP, die gerade einmal vier wirklich neue Stücke enthält. Ergänzt werden diese durch einen Remix von »The The Empty« vom Debüt-Album und zwei bereits auf der »Hot Topic«-EP enthaltene Tracks. Sympathie-Bonuspunkte sammelt sich die Band dadurch zwar keine; der neuen Stücke wegen führt aber trotzdem kein Weg an…

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Gerhard Stöger
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01.05.2001

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Plays Love Songs – Burnt Friedman

Bravo, der Herr Workaholic! Während der deutsche Elektroniker Uwe Schmidt (Atom Heart, Senor Coconut, Lisa Carbon Trio, Geez’n’Gosh, LB) sich in seinem letztjährigen Multioutput teilweise qualitativ komplett (wenn auch konzeptuell spektakulär) verzettelt hat, werkt der Friedman Bernd mit konstanter Glorie. Vorbei die lahmen Anfangstage, wo ein wenig aufgefächerterer Ambient Dub als Nonplace Urbanfield oder Some…

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Paul Poet
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01.05.2001

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Breakbeat Mechanic – Leon Lamont

Lamont trommelte bisher in der »Downtown«-Szene mit und für Acts wie Vernon Reid, Marc Ribot oder DJ Logic. Zusammen mit Producer-Wizard Scotty Hard verwandelt er hier (mittels live eingespielter & dann festplattentechnisch defragmentierten Drum-Pattern) den netten »Funky Drummer« von nebenan in eine eher harsche, schroffe, um nicht zu sagen kalte Angelegenheit. Sozusagen flüssiger Stickstoff-Funk (um…

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Didi Neidhart
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01.05.2001

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Jimmy Bells In Town – 15.60.75

Am 16. Juni 1975 spielten 15.60.75, die auch als Numbersband auftraten, als Support für Bob Marley in Ihrer Heimat Cleveland auf. Und was das Publikum damals nicht gerade in Ekstase versetzte, ist heute ein schillerndes Beispiel für eine große Sackgasse der Pophistorie. Knochentrockener Bluesbeat weißer Prägung trifft da auf die seltsamen deklamierten Texte von Bandvorsteher…

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G. Bus Schweiger
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01.05.2001

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Go With Yourself (The Fingertip Saint Sessions Vol. 11) – Brave Captain

Hitverdächtige, radiotaugliche Länge von Popsongs. Assoziative Beatles-Klänge. Doch ist dies kein Vergleich. Leicht verdaulich und ohne Nebenwirkungen auf den ersten Blick, doch – oho, das Erlebnis des intensiven Tiefergehens verursacht bei Verstand und sämtlichen zur Rezeption und Reflexion bestimmten Organen Verwirrung, Faszination und Bestürzung ob der Unmöglichkeit, Dargebotenes zu erfassen und zu begreifen. Vorbeihuschen konkreter…

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Veronika Mayer
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29.04.2001

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10.000 Hz. Legend – Air

Wie war das noch mit den Vorwürfen gegen Air? Gefällige Schnösel-Klangtapeten? Nun, diesen Einwand werden die Gegner der Messieurs Godin und Dunckel revidieren müssen. Denn Air 2001 sind anders. So sehr, dass die Anti-Air-Liga jetzt wohl was von »Prog-Rock-Schmock« raunzen wird. Wir aber, die »Moon Safari« in den ein, zwei Monaten, bevor es in Millionen…

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Christian Fuchs
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29.04.2001

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Phases 1972 – 1982 – Blo

Nach den Schatzhebungen in Sachen Tony Allen und Orlando Julius präsentiert uns das verdiente Afrostrut-Label erneut eine wunderbare Afro-Beat-Wundertüte aus den 70ern. Waren Blo in ihren Anfangstagen (als sie u.a. auch mit Ex-Cream-Drummer Ginger Baker tourten) so etwas wie ein schier unglaublicher Mix aus Afro-Funk, Boogie und extremst acidhaltigen Westcoastgitarren zwischen Garagenpsychedelica und Quicksilver Messenger…

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Didi Neidhart
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29.04.2001

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Nothing – A Certain Frank

Wäre der Begriff nicht so einschlägig determiniert, könnte man das gut und gerne Ambient Music nennen. Das Ambiente könnte man sich aussuchen: Eine gepflegte Bar? Das Lesezimmer? Der Tanzboden (für eher dezente Bewegung)? Eine grüne Wiese, vielleicht an einem Seeufer? Alles ist möglich; Zutreffendes je nach temporärer Befindlichkeit ankreuzen. Frank Fenstermacher und Kurt Dahlke scheinen…

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Bruno Jaschke
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29.04.2001

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Dreamsequence 3 – The Collective – Blake Baxter

Zum 10jährigen mit Tresor, macht der selbsternannte »Prince Of Techno« all seine Schubladen auf und beschenkt die Welt mit House & Techno (jeweils in den Geschmacksrichtungen Minimal, Abstract, Acid & Deep), Electro, Funk, HipHop, Soul und Disco (ganz super etwa auf »Intoxicated«). Am Besten ist und bleibt er aber, wenn er uns den Barry White…

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Didi Neidhart
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29.04.2001

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Yemen Cutta Connection – Black Star Liner

Wie schon beim »Twelve Inch Confrontation Mix« werden hier erneut Bhangra und Jungle extrem fett mit Dub eingeschmiert. Damit bleiben Black Star Liner nicht nur spannend, sondern verwirren auch wieder mal. Denn was jetzt Remix, Version, Dub oder sonst was ist, lässt sich auch bei eindeutigen diesbezüglichen Hinweisen nicht immer sagen. Ist eben alles im…

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Didi Neidhart
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29.04.2001

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